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Brustkrebs: Vorsorge ist ratsam

Mehr als 17.000 Frauen in Deutschland sterben pro Jahr an einem Mammakarzinom. Je früher Brustkrebs entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Vorsorge ist daher besonders wichtig.

Zusätzlich zur jährlichen Tastuntersuchung beim Gynäkologen werden Frauen zwischen 50 und 69 alle zwei Jahre zum Mammografie-Screening eingeladen. „Laut WHO ist in diesem Zeitraum der Nutzen der Mammografie höher als ein möglicher Schaden durch die Strahlenbelastung. Außerdem kann das Screening die Brustkrebssterblichkeit um etwa 23 Prozent senken“, sagt Dr. Anke Thomas, Leiterin des Ultraschall-Forschungslabors an der Klinik für Geburtsmedizin der Charité. Für Frauen, in deren Familie gehäuft Brustkrebs vorkommt und bei denen eine genetische Veränderung nachgewiesen wurde, wird bereits ab dem 25. Lebensjahr oder aber fünf Jahre vor dem jüngsten Erkrankungsalter in der Familie alle sechs Monate eine Tast- und Ultraschalluntersuchung und einmal pro Jahr eine Kernspintomografie empfohlen. Zudem sollte ab dem 40. Lebensjahr jährlich eine Mammografie erfolgen.

Bei einem auffälligen Tastbefund sei eine Ultraschalluntersuchung das erste Mittel der Wahl, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Das empfehlen die Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin. Grundsätzlich sollten alle Frauen gegenüber Veränderungen ihrer Brüste aufmerksam sein und diese regelmäßig bei guten Lichtverhältnissen und in ruhiger Atmosphäre abtasten. Der beste Zeitpunkt dafür ist etwa eine Woche nach dem Beginn der letzten Regel. Jeder Teil der Brust ist systematisch abzutasten, also direkt unter der Haut und in der Tiefe. Dazu mit den Fingern etwas Druck ausüben. Tasten Sie auch den Rand des Brustmuskels und die Achselhöhle ab – am besten bei gesenktem Arm. Zum Schluss die Brustwarze zusammendrücken und prüfen, ob sie Flüssigkeit absondert.

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Journalist

Chan Sidki-Lundius

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