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Mobilität mit Kindern ist heutzutage eine Frage der richtigen Ausrüstung. FAMILIE

Die mobile Familie

Kinder sind kein Hindernis für Mobilität, weder im Alltag noch in der Freizeit. So machen Familien mobil und aus dem Zusammenleben ein Abenteuer.

„Mit dem ersten Kind ändert sich für Eltern viel, auch ihr Mobilitätsverhalten.“

Mobilität ist Lebensqualität. Als Familie mobil zu sein, erleichtert nicht nur den Alltag immens, sondern stärkt auch den Zusammenhalt. Die gute Nachricht für Eltern: Mobilität mit Kindern ist heutzutage ein Kinderspiel – beziehungsweise eine Frage der richtigen Ausrüstung.

Sobald es aus dem Krankenhaus oder Geburtshaus nach Hause geht, beginnt das Abenteuer Mobilität. Im Kinderwagen oder in der Autobabyschale wird der Nachwuchs ins traute Heim gefahren. Während sich unsere Eltern noch mit sperrigen Kinderwagen herumplagten, profitiert die heutige Elterngeneration von flexibel handbaren Leichtgewichten, die sich ohne großen Aufwand in Bus oder Auto verfrachten lassen. Größere Geschwister lieben übrigens die Rolle als Trittbrettfahrer auf dem integrierbaren Brett.

Bei Ausflügen auf unebenem Gelände oder Besorgungen im Supermarkt sind Kinderwagen allerdings eher unpraktisch. Zum Glück gibt es für jeden Geschmack ergonomisch ausgetüftelte Babytücher oder -tragen. Zwar haben Babys darin nicht ganz so viel Bewegungsspielraum, dafür profitieren sie vom Körperkontakt zu Mutter oder Vater. Afrikanische Frauen tragen ihren Nachwuchs praktisch den ganzen Tag über am Körper – das Phänomen „Schreibaby“ ist dort unbekannt.

Wer meint, mit dem Baby eine Ausrede für sportliche Betätigungen zu haben, irrt allerdings. Schnittige Buggys mit schwenkbarem Vorderrad schreien geradezu danach, trotz Kind Joggen zu gehen. Wer zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen will, greift gleich zum Fahrradanhänger, der auch als Jogger eingesetzt werden kann. Übrigens sind Fahrradanhänger DIE Mobiltätsalternative zum Auto – insbesondere in Städten und mit mehreren Kindern. Mit Freude lassen sich darin auch Baby und größeres Geschwisterkind auf kleineren Ausflügen durch die Gegend kutschieren. Apropos Kutsche: Wer Spaß an der Familienplanung gefunden hat, für den lohnt eventuell die Anschaffung eines Lastenfahrrads mit Kindersitzbänken – gibt es natürlich auch als Elektro-Version.

Natürlich wollen die lieben Kleinen sich auch selber fortbewegen – die motorische Entwicklung von Kindern ist enorm wichtig. Neben der Erkundung der Umgebung auf zwei Beinen lieben sie auch die Fortbewegung in Rutscheautos wie Bobbycars. Dank integrierbarer Schiebestange lassen sich damit sogar Supermarktbesuche oder Sonntagsspaziergänge gut bewerkstelligen. Nachfolgemodell der Rutscheautos sind dann kleine Laufräder (für den frühen Anfang auch mit Doppelrädern). Als Vorbereitung fürs Fahrradfahren haben sich Laufräder bestens bewährt. Auch der Roller ist nach wie vor beliebtes Fortbewegungsmittel für Jung und Alt. Bis mit dem fahrradfahrenden Nachwuchs kleinere Biketouren möglich sind, muss auch nicht lange gewartet werden: Mittels Tandemstange lässt sich das Kinderbike samt ausgepowertem Kind streckenweise ans Erwachsenenfahrrad ankoppeln.

Fakten

Fahrradsitz: Maximalgewicht des Kindes: 15 kg bei Sitzmontage vorne, 22 kg hinten.

Fahrradfahren auf Gehweg: Kinder bis 8 Jahre müssen, Kinder bis 10 Jahre dürfen.

Fahrradkauf: Kinder zum Kauf vom Fahrrad mitnehmen.

Helmpflicht: Für Radfahrer gibt es in Deutschland keine Helmpflicht – insbesondere Kinder sollten aber einen passenden tragen.

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Journalist

Kirsten Schwieger

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