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Prof. Dr. Diethelm Wallwiener, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) KRANKHEITEN

"Zukunft der Frauenheilkunde: Die Frauengesundheit" – Prof. Dr. Diethelm Wallwiener

Wir wollen eine ganzheitliche Betreuung von Mädchen und Frauen in allen Lebensphasen garantieren.

Wenn es um die Zukunft der Frauenheilkunde geht, steht der besondere Auftrag der Frauenärztinnen und Frauenärzte im Vordergrund, Vorbeugung, frühe Erkennung und Behandlung von Krankheiten auf dem höchst möglichen Niveau sicherzustellen. Dazu braucht es hoch qualifizierte und engagierte Frauenärztinnen und -ärzte, die bestmögliche Ausbildung in Universitäten und Lehrkrankenhäusern und innovative Spitzenforschung ebenso wie das Engagement der niedergelassenen Frauenärztinnen und -ärzte in der lebenslangen Fortbildung und Qualifikation. Genau dieses – Forschung auf internationalem Spitzen- Niveau, hochwertige Behandlung in der Klinik und Vorsorge und langfristige, persönliche Betreuung in der Praxis sind das besondere Merkmal der Frauenheilkunde in Deutschland, unverzichtbar auch in Zukunft für die Gesundheit von Mädchen und Frauen.

Die medizinische Begleitung der Frau in allen Lebensabschnitten erfordert ein breites Wissen in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit ihren Subdisziplinen: allgemeine Gynäkologie und Geburtshilfe, spezielle Perinatalmedizin, gynäkologische Onkologie, Hormon- und Fortpflanzungsmedizin, Urogynäkologie und als Besonderheit der deutschen Frauenheilkunde die Senologie – ein interdisziplinärer Schwerpunkt, der alle Erkrankungen der Brust umfasst, insbesondere das Mammakarzinom. Innerhalb dieser Säulen sind Krankheitsprävention, Diagnostik, Krankenversorgung, Forschung und Lehre untrennbar miteinander verbunden. Der demografische Wandel prägt dabei Krankheitsbilder, Aufgaben der Frauenärztinnen und Frauenärzte und die Beschäftigungssituation in den Kliniken und Praxen gleichermaßen.

Um diesen Aufgaben gewachsen zu sein, braucht es ein enges Netz an hoch qualifizierten, niedergelassenen Frauenärztinnen und -ärzten, so wie es in Deutschland beispielhaft existiert. Zusätzlich müssen klinische Zentren für Frauengesundheit gebildet werden, in die Brustzentren, gynäkologische Krebszentren, urogynäkologische und Beckenbodenzentren, Endometriose- und minimalinvasive-chirurgische Zentren bis hin zu Perinatal- und Kinderwunschzentren integriert werden. Eine ganzheitliche, gesundheitliche Betreuung von Mädchen und Frauen in allen Lebensphasen, die von Verhütung, Kinderwunsch, Schwangerschaft über die Früherkennung und Behandlung von Krebserkrankungen bis zur Nachbetreuung und Rehabilitation nach operativen Eingriffen oder anderen Behandlungen reicht, lässt sich nur so umsetzen.

Wissen über körperliche und psychische Zusammenhänge sowie Ihre eigene Gesundheitsvorsorge durch Information möchten wir Ihnen daher mit dieser Beilage ganz besonders ans Herz legen.

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